Die Ursprünge von Pet & Puppy Play

Human Pup is being photographed.

Was sind sexuelle Fetische?

Häufig werden Definition von Fetischen mit Objekten verbunden, wie z.B. bei Fußfetischen. Meine Definition geht von einem viel breiteren Ansatz aus. Ich definiere einen Fetisch so, dass er im Kopf stattfindet. Es geht um Praktiken und Gedanken, die oft (aber nicht immer) sexuelle Erregung provozieren. Fetische, wie ich sie definiere, gehen über den reinen Akt des vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehrs hinaus, ebenso wie über reine Masturbation oder Cybersex. Sie provozieren sexuelle Erregung nicht oder nicht nur durch körperlichen Kontakt, sondern auch – und das ist entscheidend – durch die Idee im Kopf der Fetischist*innen.

Ein sexueller Fetisch findet im Kopf statt.

Nehmen Sie ein Beispiel: Wenn ein Mann gerne empfänglichen Analsex hat, weil er das Gefühl hat, dass etwas in seinen Anus eindringt, dann definiere ich das nicht als Fetisch. Wenn dieser Mann jedoch das Gefühl hat, dass es erniedrigend für einen Mann ist, in seinen Arsch gefickt zu werden, und diese Vorstellung von Erniedrigung zu seiner Erregung beiträgt, dann würde ich dies als Fetischisierung definieren. Der Mann denkt auf die eine oder andere Weise (entweder weil er es glaubt oder weil die Gesellschaft es ihm sagt), dass er sich nicht von jemand anderem ficken lassen sollte. Und dieses Tabu ist es, was es für ihn erregend macht. Das nenne ich einen Fetisch.

Persönliche und kulturelle sexuelle Fetische

Ich unterscheide zwischen persönlichen und sozialen oder kulturellen sexuellen Fetischen. Soziale oder kulturelle sexuelle Fetische sind solche, die relativ häufig bei einer höheren Anzahl von Menschen innerhalb einer bestimmten Kultur existieren. In der westlichen Kultur könnte man z.B. BDSM, Natursekt, Sex mit Fäkalien (auch „Scat“ genannt), spezifische Rollenspiele, Sex im öffentlichen Raum und ja, auch Pet und Puppy Play nennen.

Persönliche Fetische sind jedoch solche, die nur bei einer winzigen Anzahl von Menschen oder vielleicht nur bei einer Person innerhalb einer bestimmten Kultur existieren. Zum Beispiel, wenn jemand erregt wird, wenn er einer anderen zusieht, wie diese einen Apfel isst. Oder wenn jemand die Zahnarztrechnungen eines anderen bezahlt. Ich habe Menschen getroffen, die darauf stehen. Aber es ist so selten, dass ich diese als persönliche Fetische einstufen würde.

Die Grenze zwischen den beiden ist bestenfalls verschwommen. Als Faustregel würde ich sagen: Wenn man damit Geld verdienen kann, ist es ein sozialer oder kultureller Fetisch. In Berlin zum Beispiel gibt es für viele Fetische, die manche Leute für persönliche Fetische halten würden, Partys, weil es diese Fetische tatsächlich so oft gibt, dass für sie Sex-Partys organisiert werden:

  • Yellow Facts: Piss without dresscode
  • Athletes Fit for Fuck: Sportswear and Sneakers
  • Mask: No face, just body
  • Work ‘n dicks: Get off in your workwear
  • Scat: Smear it, smell it, break a rule
  • Mud Party: Do it pig-style
  • Drecksloch: The After-Mud-Dirthole-Piss-Fuck
  • Pump electro tits: Raw body torture

Für meine Fetischtheorie konzentriere ich mich auf kulturelle, sexuelle Fetische, d.h. solche, die innerhalb einer bestimmten Kultur recht regelmäßig existieren. Das liegt daran, dass ich Fetische mit soziologischen Sozialisationstheorien analysiere.

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